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Was und wen Twitter so alles kauft

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So ist das Leben als Early Adopter. Dienste und Apps, die man schon in der Betaphase genutzt hat, sterben mangels Anwendermasse, werden von besseren abgelöst, oder von anderen Firmen aufgekauft – und dann eingestellt.

Letzteres ist besonders schade, denn es sind ja manchmal echte Perlen darunter. Heute habe ich mal kurz darüber nachgedacht, welche coolen Dienste eigentlich Twitter in letzter Zeit gekauft und anschließend in den Kryoschlaf versetzt hat:

  • Posterous: Fand ich anfangs richtig gut, weil der Dienst noch einfacher zu bedienen war als tumblr – bin aber kürzlich wieder zu WordPress (selbstgehostet) zurückgekehrt. Erst, weil der Markdown-Support nicht so gut war, wie wie versprochen, dann aber auch ein wenig, um meine Sachen ein mehr bei mir zu haben.
  • Summify: Eine kleine App, die mir morgens und Abends die wichtigsten 5 Nachrichten meiner Twitter-, Facebook- und Google-Konten zusammenstellte. Summify gab mir das Gefühl, schnell das Wichtigste zu wissen. Die iPhone
  • Bagcheck: Ein Web-Dienst, der es ermöglicht, Dinge zu sammeln und zu entdecken. Fast so, wie Pinterest das jetzt macht. Mit schönen kleinen Feinheiten, die bei der Benutzung Spaß machten.
  • Tweetdeck: Tweetdeck war der erste mehrspaltige Twitterclient für Poweruser und anfangs richtig cool. Leider war er in Adobe Air geschrieben und lief deshalb am Mac nur so mittelgut. Mittlerweile gibt es eine Webversion, die mir allerdings immer noch zu schwarz ist. Für Firmen, die zusammen Accounts bearbeiten, ist er aber immer noch nicht nutzbar, weshalb ich schon lange zu Hootsuite gewechselt bin. (Interessant, dass das Tweetdeck-Blog bei posterous gehostet ist)

Nico Lumma fragt sich, wie die Einkäufe Twitter dabei helfen können, endlich Geld zu verdienen:

Mir kommt das gerade so vor, als ob hier die Hoffnung grassiert, daß Minus mal Minus irgendwie doch noch Plus ergeben könnte.

Auf jeden Fall hat Twitter ein paar tolle neue Mitarbeiter hinzugewonnen. Der Posterous-Mitgründer Sachin Agarwal findet es super und schreibt:

This is one of the greatest days of my entire life.

Na dann, Glückwunsch. Zusammen mit Sam Pullara, der bei Bagcheck für die ziemlich coole technische Umsetzung zuständig war (hier ein kleiner Beitrag seines Kollegen im Bagcheck Blog) und einigen anderen fähigen Leuten darf er jetzt in San Francisco an neuen Diensten für Twitter arbeiten.

Ich frage mich aber, was das sein wird, denn ganz ehrlich: Ich fand Twitter vor fünf Jahren schon perfekt.

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ARM, aber sexy

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StrongARM via Wikipedia

Das war schon lange mal fällig: Benjamin Benz liefert in der aktuellen c’t (c’t 6/2012) eine verständliche Beschreibung der ARM (Advanced RISC Machines)-Prozessortechnik. Mit dem Titel könnte er sich glatt bei der auto motor und sport bewerben, bei der launige Überschriften zum Pflichtprogramm gehören.

Also, lesen und dann der Freundin erzählen, warum das iPhone so klasse funktioniert. Alternativ – und vielleicht sogar besser – lesen und einfach nur über ein wenig Geek-Wissenszuwachs freuen.

Das Bild oben zeigt übrigens den StrongARM-Prozessor. Er steckte in in einem Gerät, für das ich 1997 eine unsinnige Menge Geld ausgab, das mir aber schon beim ersten Test ob seiner unglaublichen Geschwindigkeit beim ersten Test Tränen in die Augen trieb. Es war das Newton Message Pad 2000.

Photo: DEC StrongARM, Dirk Oppelt
Artikel: ARM, aber sexy (c’t 6/2012)

iPad + Keyboard
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Meine iPad-Schreibmaschine

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Ok, zuerst habe ich mich geweigert, eine Tastatur mit dem iPad zu verwenden. dann habe ich eingesehen, dass man auf der Bildschirmtastur nicht wirklich schnell tippen kann. Wenn man dazu noch häufiger Zahlen und Sonderzeichen tippen möchte, sinkt die Eingabegeschwindigkeit noch mehr. Dazu nehmen die Tasten auch noch wertvollen Platz auf dem Bildschirm weg.

Alle integrierten Lösungen, die aus dem iPad so etwas wie ein kleinen Notebook machen, fand ich aber unbefriedigend, da sie erstens kleinerer Tasten als meine gewohnten Apple Keyboards haben und zweitens das schlanke iPad furchtbar dick, klapperig oder beides machten.

Seit einigen Wochen verwende ich jetzt das Tablet Keyboard for iPad von Logitech. Es ist so groß wie das Apple Wireless Keyboard und kostet auch ungefähr genausoviel. Dafür kommt es in einer Hülle, die gleichzeitig als Stütze für das iPad (oder jedes andere Tablet oder Smartphone) dient.

Als mein Mac kürzlich zwei Tage kaputt war, hatte ich damit einen ziemlich guten – ablenkungsfreien – Ersatzcomputer.

Auf dem Bild bearbeite ich übrigens gerade ein Rezept beim Rezepte-Wiki.

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Luftbilder im Eis

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Letzte Woche waren wir mit den Kindern auf dem Teich am Ebertplatz in Köln. Das Eis trägt. Man kann darauf gehen und mit Schlittschuhen laufen – und man kann interessante Bilder sehen:

Es sieht so aus, als schwebten über jedem Objekt, dass auf dem Boden des Teichs liegt (der Teich ist nur knapp einen Meter tief) ein Abbild aus Luftblasen. Wir konnten Flaschen (Glas) und Rasenplatten (Beton) ausmachen. Aber auch Blechdosen hinterlassen ein schönes Luftbild aus kleinen Bläschen. Aber wie kommt das?

Lieber Leser, weißt du es vielleicht, wie dieses Phänomen entsteht?

Update: Die Algen sind schuld

Tatsächlich hatte ein befreundeter Physiker auf meine Frage sofort eine Antwort. Als echter Physiker liest er nämlich die Spekturm der Wissenschaft und dort war genau dieses Phänomen vor längerer Zeit (2009, Physiker mit Elefantengedächtnis) schon einmal Thema.

Der Autor H. Joachim Schlichting hat in Münster das Bild bemerkenswert originalgetreuen Fahrrades gesehen und schreibt im Artikel Phantom im Eis:

Lagern Gegenstände einige Zeit unter Wasser, siedeln sich auf ihnen Mikroorganismen und Algen an. Diese geben Gase in Form winziger Bläschen ab, die meist unbemerkt zur Oberfläche aufsteigen. Beginnt der See allerdings zuzufrieren, können sie nicht in die Atmosphäre übergehen, sondern bleiben unter der zunächst noch dünnen Eisschicht hängen.

Dort sammeln sie sich in Blasen an, die – weil die Eisschicht weiter nach unten wächst – schließlich von Eis umgeben und eingeschlossen werden. Später aufsteigende Blasen steigen nur noch bis zur jeweils neuen Eisgrenze und werden ebenso konserviert.

Den vollständigen lesenswerten Beitrag (mit Fahrradbild) gibt es als PDF zum Download.

Infografik Statista
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Das Web wird mobil – und Afrika und Asien sind ganz vorne

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Der eine oder andere hat vielleicht schon davon gehört, dass Mobilfunk und Smartphones in Afrika richtig groß sind. Festnetz-Telefon und -Internet zusammen mit PCs, wie in den Industriestaaten werden dort gerade übersprungen. Und die Entwicklung geschieht schnell.

Die genauen Zahlen der Webzugriffe habe ich nicht nachrecherchiert, aber die Ausschläge in Afrika und Asien sind schon beeindruckend.

Hier in dieser Grafik nicht zu sehen, aber trotzdem interessant ist die starke Verbreitung von Symbian-Geräten (von Nokia). Mit 70 % haben diese in Afrika die größte Verbreitung, was wohl vor allem am Preis liegt. iOS taucht dort praktisch nicht auf.

Die Daten zur Statistik und noch mehr Links gibt es bei Statista.

baguetterie_olala-2
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Wie Hunger und schlechtes Webdesign ganz schön gefährlich werden können

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Wer glaubt, dass eine Website für einen Baguette-Laden eine völlig ungefährliche Sache sei, sollte sich kurz die Zeit nehmen und diesen autobiografischen Bericht lesen.

Sonntag, 14 Uhr

Ich bin auf dem Weg zum Baguette-Laden. Und ich bin voller Wut. Das heißt, ich hoffe, mich zu beruhigen auf dem Weg dorthin. Wenn ich dort bin und er hat offen, was ich nicht weiß, dann werde ich dort warten müssen, bis mein Essen fertig ist, für zirka acht bis zehn Minuten. Ich hoffe, ich tue in dieser Zeit nichts, was ich später bereuen muss.

Rückblende: Sonntag, 13:00

Wenn ich hungrig bin, ist mit mir nicht zu spaßen. Und wenn gleichzeitig noch arbeite – an einer verzwickten Aufgabe, bei der ich nicht richtig vorankomme – und dann schnell etwas zu Essen bestellen möchte, für mich oder für meine Kinder , die währenddessen um mich herumtoben, dann muss das schnell gehen. Das gilt auch für die Auswahl des Essens.

Ich komme also auf die Website dieses Baguetteladens, bei dem ich schon öfter gegessen habe. Dort gibt es viele leckerer Baguettes, das weiß ich. Und da möchte ich jetzt ein paar aussuchen und diese dann bestellen, damit ich sie schnell telefonisch bestellen und dann abholen kann. Schließlich ist es kalt draußen und ich will nicht zu lange warten.

Ich rufe also die Website auf. Mit dem iPad. Ich komme zur Startseite. Dort sehe ich das Bild eines großen, leckeren Baguettes. Ich tippe darauf und sehe …

NICHTS.

Das kann nicht wahr sein! Die Seite ist mit Flash erstellt, der mittlerweile offiziell obsoleten Technik aus dem vergangenen Jahrtausend, die mein Gerät nicht unterstützt, und es gibt nicht einmal die Möglichkeit, wenigstens die Speisekarte in einer allgemein lesbaren Art anzuzeigen. Ich ärgere mich. Und hole meinen Computer.

Ich rufe wieder die Website auf, klicke das Baguette auf der Startseite und gelange auf – noch eine Startseite mit noch einmal dem gleichen Baguette. Ich kann aber nicht einfach auf dieses große, leckere Baguette klicken (zum zweiten Mal), sondern muss dem kleinen Link zu Produkte folgen, den ich im Menü der Site finde. Und dann sehe ich …

Baguetterie olala 2

EIN BAGUETTE UND 18 TASTEN!

Sind die verrückt? Meinen die, ich komme hierher, um zu spielen? Soll ich wirklich wie beim Memory® jede einzelne dieser verdammten 18 Tasten klicken, um herauszufinden, welcher Belag sich dahinter versteckt? Thunfisch, Fleischbällchen oder Camembert vielleicht? Und glauben die ernsthaft, ich komme bei der Nummer 18 an, und weiß noch, was hinter der Nummer 2 oder 3 zu finden war? Ich bin sauer.

Wer hat dieses Ergonomiedesaster abgesegnet? Wer denkt sich so etwas aus? Waren die Designer dieser Site jemals wirklich hungrig?

Wenn ich nicht wüsste, dass dieser Laden die besten Baguettes zumindest meiner Umgebung hat, würde ich an dieser Stelle aufgeben. Aber ich bin hungrig.

13:30

Ich rufe jetzt einfach an. Zum Glück wissen alle (Erwachsene und Kinder), ungefähr, was sie wollen. Ich wähle die Nummer aber es geht keiner ran.

Stattdessen kann ich auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht hinterlassen. So eine Sch***e. Zwischendurch habe ich auf der Website nachgeguckt, ob der Laden überhaupt offen hat. Anscheinend schon.

Ich rufe noch mal an. Wieder Anrufbeantworter: Ich solle doch eine Nachricht hinterlassen. Ah. Wenn sie wenigstens sagen würde, wie ich bestellen soll. Aber nein, eine Nachricht. Warum eine Nachricht, für wen. Ich will nicht plaudern, ich habe einen ganz bestimmten Wunsch. Warum sollte überhaupt jemand dort anrufen. Doch bestimmt nicht, um sich mit der netten Verkäuferin über das letzte Wochenende zu unterhalten. Nein, sondern, um Essen zu bestellen. Ich lege auf und bin wütend.

13:45

Ich fahre auf den Laden zu. Ich hab‘ das Rad genommen, damit ich schneller bin. Mal sehen, wie lange ich brauche.

Jetzt bin ich an der Ampel. Zum Glück ist die Grün. Wenn ich jetzt auch noch warten müsste (diese sch\ß Ampel ist immer so lange rot!), würde ich fuchsteufelswild. **Wie gesagt, ich bin hungrig.

Ah ein Schild steht draußen. Der Laden hat also offen. Ich gehe rein.

Sonntag, 15:00 Uhr

Ich bin zuhause, habe ein großes überbackenes Baguette gegessen und schaue mir mit den Kindern Die Schlümpfe auf Video an. Ich bin ganz ruhig.

Im Laden habe ich ganz ruhig vier Baguettes bestellt. Leider hatte ich nicht genug Geld dabei. Während das Essen gemacht wurde, bin ich eine Runde zum Geldautomaten gelaufen. Auf dem Weg habe ich zuhause angerufen, um zu testen, ob mein Telefon überhaupt richtig funktioniert. „Es funktioniert“, sagte meine Frau. Nach dem Gespräch war ich schon viel ruhiger.

Wieder im Laden habe ich dann die Telefonnummer auf der Karte mit der in meinem Telefon verglichen. Meine war falsch. Ein Zahlendreher.

Ich habe dann doch noch – ganz ruhig – meine Kritik an der Website angebracht und angemerkt, man könne sich doch mal ein Beispiel am Fastfood-Primus nehmen.
Die Verkäuferin meinte, die Site käme vom Franchisegeber, aber sie gäbe meine Kritik gerne weiter. (Anscheinend hat sich zumindest in diesem Laden vor mir noch niemand beschwert. Die haben wahrscheinlich alle alle gedruckte Speisekarten.)

Sie sagte mir aber, dass ich demnächst alle Baguettes über Pizza.de bestellen könne. Das werde ich tun. Wenn nur diese Pizza.de-App nicht so furchtbar hässlich wäre.

Aber das ist mir gerade egal. Denn ich bin satt.

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Mac Schreibtisch in Resopal, blau

2 Kommentare
desktop_resopal_blau by hansdorsch

desktop_resopal_blau, a photo by hansdorsch on Flickr.

Egal, was andere sagen, mir gefällt das Hintergrundmuster, das Apple für die Hintergründe von iOS und Lion verwendet.

Aber weil es keine bessere Farbe für Schreibtischhintergründe gibt als Blau, habe ich mir diese schöne Tischplatte mit Photoshop gezaubert. In den Einstellungen die Option Gekachelt auswählen.

Wer auch so schön arbeiten möchte: Bitteschön. Das Bild steht zur freien Verfügung.