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Luftbilder im Eis

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Letzte Woche waren wir mit den Kindern auf dem Teich am Ebertplatz in Köln. Das Eis trägt. Man kann darauf gehen und mit Schlittschuhen laufen – und man kann interessante Bilder sehen:

Es sieht so aus, als schwebten über jedem Objekt, dass auf dem Boden des Teichs liegt (der Teich ist nur knapp einen Meter tief) ein Abbild aus Luftblasen. Wir konnten Flaschen (Glas) und Rasenplatten (Beton) ausmachen. Aber auch Blechdosen hinterlassen ein schönes Luftbild aus kleinen Bläschen. Aber wie kommt das?

Lieber Leser, weißt du es vielleicht, wie dieses Phänomen entsteht?

Update: Die Algen sind schuld

Tatsächlich hatte ein befreundeter Physiker auf meine Frage sofort eine Antwort. Als echter Physiker liest er nämlich die Spekturm der Wissenschaft und dort war genau dieses Phänomen vor längerer Zeit (2009, Physiker mit Elefantengedächtnis) schon einmal Thema.

Der Autor H. Joachim Schlichting hat in Münster das Bild bemerkenswert originalgetreuen Fahrrades gesehen und schreibt im Artikel Phantom im Eis:

Lagern Gegenstände einige Zeit unter Wasser, siedeln sich auf ihnen Mikroorganismen und Algen an. Diese geben Gase in Form winziger Bläschen ab, die meist unbemerkt zur Oberfläche aufsteigen. Beginnt der See allerdings zuzufrieren, können sie nicht in die Atmosphäre übergehen, sondern bleiben unter der zunächst noch dünnen Eisschicht hängen.

Dort sammeln sie sich in Blasen an, die – weil die Eisschicht weiter nach unten wächst – schließlich von Eis umgeben und eingeschlossen werden. Später aufsteigende Blasen steigen nur noch bis zur jeweils neuen Eisgrenze und werden ebenso konserviert.

Den vollständigen lesenswerten Beitrag (mit Fahrradbild) gibt es als PDF zum Download.

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