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SZ-Magazin jetzt mit Augmented Reality aber immer noch auf Papier

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Das ist mal ein echter Scoop für den Realitätserweiterungsbrowser junaio, von metaio aus München.

Das SZ-Magazin kommt heute mit erweiterten Inhalten, die man mit dem junaio Browser sehen kann.

Bewegt man den Browser über das Titelbild, erscheint ein Video von Sandra Maischberger, Die Illustration zu Axel Hackes Kolumne wird dreidimensional und – ein echter Vorteil für mich – die Lösungen zum Kreuzworträtsel werden auf magische Weise eingeblendet.

Das ist cool und eine wirklich nette Spielerei und hat mich tatsächlich zum Kiosk getrieben, um das Heft zu kaufen. Aber ehrlich gesagt würde ich mir gerade von der Süddeutschen, die seit Jahrzehnten meine Lieblingszeitung ist, etwas anderes wünschen: Endlich ein vernünftiges, einheitliches digitales Angebot

Zur Zeit gibt es folgende digitale Angebot der SZ:

  • die Website sz.de mit eingeschränktem Angebot, dem Schwerpunkt auf Nachrichten
  • die kostenlose iPhone App in der Basic-Version mit 8 Sekunden-Wartebildschirm beim Start (eine gemeine Gängelung)
  • die Bezahl-App (1,59 EUR für 30 Tage), die keine zusätzlichen Inhalte bietet, dafür ohne Wartezeit startet und Nachrichten auch ohne Netzverbindung zeigt.
  • das E-Paper im Bezahl-Abo für 19,90 EUR im Monat. Dieses Ergonomiedesaster aus Zeiten der Dotcom-Blase habe ich schon mal ausprobiert und nach wenigen Minuten für immer vergessen (Testversion hier). Jetzt ist es auch mobil zugänglich, eine Demo-Version konnte ich aber nicht finden.

Dabei ginge es doch auch einfacher:

  • alle Inhalte der Printausgabe im Web mit allen Möglichkeiten, Inhalte dauerhaft zu verlinken, zu archivieren und zu kommentieren.
  • eine App mit allen Inhalten der Printausgabe für iPhone, iPad, Android und andere Systeme

Dann würde ich für die vollständigen Inhalte, die ich wirklich schätze, auch bezahlen. Wie genau, ob als Abo oder für Einzelausgaben, bliebe zu klären. Über Papier bin ich jedenfalls hinweg. Und nicht nur ich, auch meine Frau, die sonst auf Papier schwört, sieht den Zeitungsteil der SZ am Freitag nur als überflüssige Verpackung für ihr Magazin.

Ach ja, die erweiterte Realität, für die ich heute ein zusätzliches Gerät brauche, könnte man in allen digitalen Formen direkt einbauen. Da ginge sicher einiges.

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